Seniorenlotsin will weiterhelfen

Modellprojekt gestartet / Stadt Herford und AWO sind Kooperationspartner

Elke Eisenburger ist ab sofort die offizielle "Seniorenlotsin im Quartier Stiftberg/Friedenstal". Zu ihren Aufgaben gehören Hausbesuche bei älteren Menschen.

Die Hansestadt Herford und der AWO-Kreisverband als Kooperationspartner haben im Mai das dreijährige Modellprojekt gestartet. Frauen und Männern ab 75 Jahren im Quartier Stiftberg/Friedenstal wird ein Hausbesuch der Seniorenlotsin angeboten. Dabei können sie Themen im Zusammenhang mit dem „Älter werden“ besprechen und weiterhelfende Informationen bekommen.

„Mit zunehmendem Alter gibt es häufig Einschränkungen und viele Fragen. Manche Seniorinnen und Senioren würden gerne das ein oder andere besprechen, aber wissen nicht so recht, an wen man sich wenden kann. Mit dem Projekt Seniorenlotsin wollen wir ältere Menschen aktiv unterstützen“, erklärt Sabine Hartmann-Rohlf vom Büro für Behinderten- und Seniorenfragen der Stadt Herford.

Bei den Besuchen kann es zum Beispiel über die Themen Wohnen, Hilfen im Haushalt oder fehlende soziale Kontakte gesprochen sowie weitere Fragen beantwortet werden. So wie der Lotse in der Seefahrt sein Gewässer gut kennt und das Schiff an Hindernissen vorbeileiten kann, möchte Elke Eisenburger als Gesprächspartnerin hilfreiche Möglichkeiten für Senioren aufzeigen. Sie ist Mitarbeiterin des AWO-Kreisverbandes und Leiterin des Herforder AWO-Begegnungszentrums in der Kastanienallee.

„Ich besuche nur diejenigen, die das auch möchten. Selbstverständlich ist der Besuch kostenlos und für die Seniorinnen und Senioren unverbindlich“, sagt Elke Eisenburger.

Die Frauen und Männer ab 75 Jahre werden vor einem möglichen Besuch von der Stadt Herford schriftlich angeschrieben und ihnen ein Gesprächstermin angeboten. Das Angebot kann, muss aber nicht wahrgenommen werden. Die Entscheidung ist freiwillig.

„Selbstverständlich wird die Datenschutzverordnung eingehalten und die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Es sei denn, die Vermittlung von Kontakten wird vom zu Besuchenden ausdrücklich gewünscht“, sagt Sabine Hartmann-Rohlf.

Das Herforder Modellprojekt „Seniorenlotsin“ kann nach Aussage der Projektpartner dabei helfen, den Lebenswünschen älter werdender Menschen gerecht zu werden. Zugleich ist es eine Weiterentwicklung der kommunalen Planung hin zu einer stärkeren Orientierung auf quartiersbezogene Projekte und Aktivitäten.

Besonders vorteilhaft bei dem Modellprojekt ist, dass die AWO in dem Stadtteil ein eigenes, gut etabliertes Begegnungszentrum betreibt. Dort gibt es fest angestellte Mitarbeiterinnen, die das Quartier gut kennen und bereits für viele ältere Menschen zuverlässige, ortsnahe Ansprechpartnerinnen sind und Begegnungsmöglichkeiten schaffen.

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