Kreis Herford, 30.11.2017

Erziehung mit Konsequenz und Wertschätzung

AWO organisiert Fachtagung für Mitarbeiter des Offenen Ganztags

Foto: Fast 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Offenen Ganztag kamen jetzt bei einer Fachtagung des AWO-Kreisverbandes zusammen, um gemeinsam pädagogische Themen zu erörtern

Der AWO-Kreisverband Herford hatte seine Mitarbeitende aus Offenen Ganztagsschulen (OGS) und dem Herforder Internationalen Kinderhort zu einer Fachtagung eingeladen. Das Motto des Fachtages lautete: „Wenn Nervensägen an unseren Nerven sägen …“ Die Fortbildung schulte die knapp 90 pädagogischen Kräfte unter anderem im konsequenten sowie respektvollen und wertschätzenden Bewältigen von schwierigen Situationen.

An zehn Grundschul-Standorten in Enger und Hiddenhausen ist die AWO Träger des Offenen Ganztags (OGS). „Insgesamt werden von AWO-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern fast 900 Kinder betreut. Damit erreichen wir in diesen Grundschulen mehr als 60 Prozent der Mädchen und Jungen“, berichtet Kreisgeschäftsführerin Gisela Kucknat und betont: „Der Offene Ganztag ist eine wichtige gesellschaftliche Größe.“

Bereits zum dritten Mal hatte der AWO-Kreisverband seine OGS-Fachkräfte zu einer Tagung in die Olof-Palme-Gesamtschule eingeladen. „Qualitätssicherung ist uns wichtig“, sagt Kucknat. „Wir wollen heute unser Augenmerk darauf legen, wie heikle Situationen durch eine konsequente und gleichzeitig wertschätzende Vorgehensweise geklärt werden können“, erklärt Fachberaterin Doris Rickert, die die Tagung organisierte.

Referent Rudi Rhode aus Wuppertal führte mit einem szenischen Vortrag in das Thema ein. Kurzweilig und anschaulich stellte der Sozialwissenschaftler, Schauspieler und Kommunikationstrainer anhand realitätsnaher Beispiele dar, wie oft alltägliche Situationen Konflikte herbeiführen und ein konsequentes Eingreifen erfordern.

„Ihre Aufgabe ist es, für die Einhaltung aufgestellter Regeln zu sorgen. Dafür braucht es Durchsetzungsfähigkeit und Autorität gepaart mit Wertschätzung und Einfühlungsvermögen“, wandte sich der Referent an seine Zuhörer und zeigte mögliche Reaktionen auf.

In anschließenden Workshops konnten die OGS-Mitarbeiter die Thematik vertiefen, neue Sichtweisen und Handlungsmuster diskutieren sowie anhand von Rollenspielen das eigene Verhalten schulen. Zusätzlich zu Rudi Rhode waren als Referenten mit dabei: Nicola Bareis, Corinna Fromme, Susan Reinhold, Katja Ruwwe und Kathi Taylor.

Foto: AWO-Geschäftsführerin Gisela Kucknat und OGS-Koordinatorin Doris Rickert (hinten von links) gemeinsam mit Gastredner Rudi Rhode und den Referentinnen Corinna Fromme, Kathi Taylor, Katja Ruwwe, Susan Reinhold und Nicola Bareis (von links)

Diese Website benutzt Cookies, um Ihnen das beste Erlebnis zu ermöglichen. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.