Kreis Herford, 18.05.2026

Abschlag fürs Miteinander: KiPa-Ehrenamtliche und Kinder erleben besonderen Tag

KiPa-Ehrenamtliche und Kinder erleben besonderen Tag

Die Ehrenamtlichen und Kinder des KiPa Projektes erleben einen besonderen Tag auf der Minigolfanlage

Lachen, Jubel und das Klacken der Minigolfschläger erfüllten am vergangenen Freitag die Minigolfanlage in Herford. Patinnen und Paten des KiPa Projekts trafen sich gemeinsam mit ihren Patenkindern zu einem Ausflug, der vor allem eines in den Mittelpunkt stellte: Zeit miteinander zu verbringen.

Organisiert wurde der Nachmittag vom Kinderpatenprojekt (KiPa) des AWO Kreisverbands Herford, das Kinder aus psychisch belasteten Familien im Kreis Herford unterstützt.

„Uns geht es heute vor allem darum, die Kinder zusammen zu bringen. Ihnen unbeschwerte Zeit in der Gruppe zu ermöglichen und ihnen erfahrbar zu machen, dass auch andere Kinder in einer ähnlichen Situation sind. Diese Erfahrung wirkt stärkend und entlastend zugleich“ sagt Projektleiterin Julia Bott.Die psychische Erkrankung eines Elternteils wirkt auf das gesamte Familiensystem. Kinder und Jugendliche, die in betroffenen Familien aufwachsen, stehen oftmals schon früh vor besonderen Herausforderungen. Diese reichen von Schwierigkeiten im frühen Bindungsaufbau, über emotionale Belastungen und Verschiebung von Verantwortlichkeit, hin zu möglichen langfristigen Folgen im Erwachsenenalter. „Dabei steigt das Risiko einer ungünstigen Entwicklung, wenn auf diese Kinder nicht gut geachtet wird“ beschreibt Maren Seidel vom KiPa-Projekt.

Das KiPa-Projekt des AWO Kreisverbands Herford stellt Kindern aus betroffenen Familien eine feste Patin oder Paten an die Seite. Wöchentlich trifft sich das Duo und verbringt gemeinsame Freizeit. „Unsere Ehrenamtlichen engagieren sich mit unglaublich viel Herz und Verstand für die Kinder und ihre Familien – das macht unser Projekt so wertvoll und wichtig“ sagt Julia Bott und ergänzt: „Der besondere Mehrwert zeigt sich auch im doppelten Nutzen; die Kinder bekommen eine weitere, verlässliche Bezugsperson an die Seite. Eltern wissen ihre Kinder gut betreut und erhalten etwas Zeit für die eigene Selbstfürsorge. Dadurch wird das gesamte Familiensystem gestärkt. Wir erleben die Eltern als sehr dankbar dafür.“

Neben der individuellen Unterstützung möchte das Projekt auch öffentliches Bewusstsein schaffen. Viele betroffene Eltern erleben neben ihrer Erkrankung oftmals gesellschaftliche Vorurteile, Ausgrenzung und Stigmatisierung. „Trotz großer Bemühungen im Alltag stoßen Eltern aufgrund ihrer Erkrankung häufig an ihre Grenzen. Scham-, Schuld- und das Gefühl die Elternrolle ungenügend zu erfüllen entwickeln sich und diese Gefühle wirken stark in die Familien hinein. Kinder ziehen sich dann oft zurück oder passen ihr Verhalten an“ erläutert Maren Seidel.

Das AWO KiPa-Projekt ist ein niedrigschwelliges und freiwilliges Angebot für Familien im gesamten Kreis Herford. Betroffene Familien können sich unverbindlich bei den Mitarbeiterinnen des Projekts informieren. Auch neue Engagierte sind jederzeit herzlich willkommen. Eine gute Gelegenheit sich über das Ehrenamt zu informieren, bietet der kommende Infoabend am 15. Juni 2026 um 18 Uhr im AWO Begegnungszentrum Südlengern am Schimmelkamp 2 in Kirchlengern.

Anmelden können sich Interessierte unter der Telefonnummer 0175- 942 663 9 oder der E-Mail Adresse a2lwYUBhd28taGVyZm9yZC5kZQ==@invalid.

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