Herford/ Löhne,02.10.2026

Große Resonanz auf einen AWO-Filmabend zum Thema Organspende

Filmveranstaltung zum Thema Organspende für Menschen ab 60 Jahren

Birgit Brinkmann (Koordinatorin Projekt 60PLUS), Stefan Schwartze (Patientenbeauftragter der Bundesregierung) Christian Antl (Bürgermeister der Stadt Löhne),  Artur Rajtor (Herz- und Diabeteszentrum NRW), Prof. Dr. med. René Schramm

Viele folgten der Einladung des AWO-Projekts „60PLUS – Gesund aktiv bleiben!“

Auf große Resonanz stieß der Filmabend zum Thema „Organspende“, zu dem das Gesundheitsprojekt „60PLUS – Gesund aktiv bleiben!“ des AWO Kreisverbands Herford am vergangenen Freitag in die Werretalhalle Löhne eingeladen hatte. Knapp 70 interessierte Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich über die gesellschaftlichen und ethischen Aspekte der brandaktuellen, politischen Debatte um die Einführung der Widerspruchsregelung zu informieren und mit geladenen Experten ins Gespräch zu kommen.

Zur Begrüßung gab es Gelegenheit, an Infoständen wie dem des Vereins der Lebertransplantierten Deutschland e.V. mit Betroffenen ins Gespräch zu kommen und sich einen eigenen Organspendeausweis ausstellen zu lassen. Auch die AWO- Kinderpatenschaften nutzten die Gelegenheit, sich vorzustellen und für ehrenamtliches Engagement zu werben.

Nach einleitenden Worten und einem herzlichen Willkommen-heißen der Gäste durch den Löhner Bürgermeister Christian Antl und die Koordinatorin des Projektes 60PLUS, Birgit Brinkmann, hieß es „Film ab!“.

Im Mittelpunkt des Abends stand die Vorführung des emotional berührenden und mit der bekannten Schauspielerin Cameron Diaz besetzten Kinofilms „Beim Leben meiner Schwester“. Als die Eltern erfahren, dass ihre Tochter Kate an Krebs erkrankt ist und Blut-, Knochenmark-, und Plasmaspenden benötigen wird, entscheiden sie sich zur künstlichen Zeugung eines genetisch geeigneten Spenderkindes. Das moralische Dilemma des Filmes tritt auf, als sich herausstellt, dass die ältere Schwester eine Nierenspende benötigt, die mittlerweile 11-jährige, jüngere Schwester Anna aber auf ihrem Recht auf Selbstbestimmung beharrt.

Im Anschluss an die Filmvorführung führten Stefan Schwartze, Patientenbeauftragter der Bundesregierung und Schirmherr des Projektes sowie die medizinischen Experten Prof. Dr. med. René Schramm und Transplant-Koordinator Artur Rajtor vom Herz- und Diabeteszentrum NRW durch eine spannende Debatte zum Thema Organspende.

Besonders bewegend war die Schilderung von zwei Besucherinnen, die aus eigener Perspektive berichteten, wie ihnen durch eine Lebertransplantation ein neues Leben geschenkt wurde. Stefan Schwartze berichtete von Lilli, einer Teenagerin, die durch ein 2024 transplantiertes, lebensnotwendiges Spenderorgan nun am 24. September ihren „zweiten“ Geburtstag gefeiert hat. „Die Geschichte von Lilli zeigt, wie wichtig es ist, dass wir die Regelung zur Organspende in Deutschland grundlegend ändern.“, so Stefan Schwartze. „Fraktionsübergreifend arbeiten wir im Bundestag daran, die Widerspruchsregelung einzuführen.“

Alle Filmveranstaltungen in der populären AWO-Reihe verbinden Information, Unterhaltung und persönliche Begegnung. Ziel des Projekts ist es, den Austausch über Gesundheitsthemen zu fördern und Menschen zu ermutigen, sich in ehrenamtlichen Austauschgruppen zu engagieren. Der Eintritt ist kostenfrei, da die Veranstaltung durch europäische Fördermittel und Mittel des Bundes unterstützt wird.

Am 06.11.2026 findet im AWO Begegnungszentrum Löhne-Mennighüffen die nächste Filmveranstaltung zum Thema Herzgesundheit und Herzerkrankungen mit anschließender Möglichkeit zum Expertenaustausch statt. Anmeldungen sind ab sofort möglich bei Joscha Brinkmann vom AWO Kreisverband Herford, E-Mail: j.brinkmann@awo-herford.de oder telefonisch unter 05221 18707‑14.

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