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Schüler auf Zeitreise: In wenigen Minuten um 70
Jahre altern |
Den
Schülern der Gesamtschule Friedenstal wurde es bei ihrem Besuch im
AWO-Stadtteilzentrum überraschend warm. Ein Alterssimulationsanzug schickte
sie auf eine Zeitreise. Gewichte wurden den Schülern an Hand- und
Fußgelenken befestigt, eine dunkle Brille schränkte das Blickfeld ein und
Handschuhe die Feinmotorik. Außerdem sorgte eine Halskrause für mehr
Steifigkeit. Das Zusammenspiel verschiedener Komponenten kommt den sensomotorischen Einschränkungen im Alter sehr nahe.
Mit dieser Last begannen die Schüler schon bald zu stöhnen. Jede Bewegung
kostete viel Anstrengung, das Gleichgewicht zu halten fiel schwer. Die
Schüler spürten auch die Unsicherheit und Belastung, die mit derartigen
Einschränkungen einhergeht. „Das nervt und ist auch irgendwie peinlich, wenn
man das Zwei-Cent-Stück einfach nicht aus dem Geldbeutel herausbekommt, weil
man nicht richtig fühlen kann!“, sagte eine der jungen Probandinnen.
Besonders Mutige wagten es schließlich, die Tremorhandschuhe überzustreifen. Kleine Stromstöße simulierten das Alterszittern.
Seinen Namen einigermaßen leserlich zu schreiben, wurde so zu einer echten
Herausforderung. „Wer den Alterssimulationsanzug ausprobiert hat, kann sich
besser in die Situation älterer Menschen hineinversetzen und versteht ihre
Verhaltensweisen viel besser“, erklärt Elke Eisenburger vom
AWO-Stadtteilzentrum.
Foto: Die Schülerinnen Duygy und Leyla bereiten
ihre Mitschülerin Laura für die Zeitreise vor |