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Fremden Kindern eine Chance geben: AWO sucht Pflegefamilien
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Der
AWO-Pflegekinderdienst im Kreis Herford sucht zusätzliche Pflegeeltern in
Hiddenhausen, Kirchlengern, Enger, Rödinghausen, Spenge und Vlotho. Außerdem
organisieren die Mitarbeiterinnen Aus- und Fortbildungen; jetzt erschien das
Bildungsprogramm für das zweite Halbjahr.
Im aktuellen Programm stehen mehrere Themenabende, unter anderem zur
Pubertät, zu sexualisierter Gewalt und zum Fetalen Alkoholsyndrom (FAS).
Besondere Angebote sind ein Elternkurs speziell für Pflegeeltern und ein
Fachtag mit Sommerfest für Pflegefamilien. Offene Angebote wie zum Beispiel
ein regelmäßiger Stammtisch für Pflegeeltern und das "Café P" runden die
Bildungspalette ab. Der AWO-Pflegekinderdienst ist verantwortlich für die
Vermittlung von Kindern und die Betreuung der Pflegeeltern im
Zuständigkeitsbereich des Kreisjugendamtes.
"Zum Beispiel suchen wir derzeit Familien, die dauerhaft Pflegekinder im
Alter von null bis zwölf Jahren aufnehmen", sagt Sabine Eicker, die Leiterin
des Pflegekinderdienstes. Außerdem gibt es einen Bedarf an Familien, die
Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren im sogenannten
Verselbstständigungsprozess unterstützen, ihnen also einen guten Start ins
Erwachsenenleben ermöglichen. Eicker: "Wer ein Pflegekind aufnehmen möchte,
sollte vor allem Freude am Zusammenleben mit Kindern haben. Außerdem sollte
man tolerant und offen sein und Belastungen aushalten können."
Ab sofort können Interessierte mit dem Pflegekinderdienst erste Gespräche
führen und sich für das Bewerberseminar Anfang September oder für die
Bildungsangebote anmelden. Weitere Informationen gibt's beim
AWO-Pflegekinderdienst, Telefon (05221) 2758207, und im Internet unter "www.awo-pflegekinderdienst.de".
Foto: Die vier AWO-Mitarbeiterinnen, hier in ihrer Oetinghauser
Beratungsstelle, vermitteln Pflegekinder und betreuen Pflegefamilien in
Hiddenhausen, Kirchlengern, Enger, Rödinghausen, Spenge und Vlotho. Von
links: Sozialpädagogin Sabine Eicker, Sozialpädagogin Bärbel Bremann,
Erziehungswissenschaftlerin Katharina Taylor und Sozial-arbeiterin Antje von
Fürstenberg |