Herford, 03.05.2010

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Kastanienallee: Selbsthilfegruppe der Aphasiker feierte 15-jähriges Bestehen

Mehr als 25 Betroffene, Angehörige, Fachleute und Freunde feierten Ende April das langjährige Bestehen der Selbsthilfegruppe der Aphasiker. Im barrierefreien AWO-Stadtteilzentrum an der Kastanienallee trifft sich die Gruppe jeden zweiten und vierten Montag im Monat.

Die Selbsthilfegruppe ins Leben gerufen hat Ruth Noczinki - aus eigener Betroffenheit, denn mehr als zehn Jahre pflegte sie ihren erkrankten Mann und wurde so zur Expertin. Ihr Wissen um die Krankheit, ihre Erfahrungen im Umgang mit Erkrankten und Angehörigen gibt sie auch heute noch gern weiter und hilft und unterstützt, wo sie kann (s. Foto oben mit Betroffener und Angehörigem, mit Gerd und Bärbel Voss).

Stets an ihrer Seite ist ein Team von langjährigen Helfern. Karin Manteufel war selbst lange pflegende Angehörige und weiß um deren Nöte und Ängste. Heute hilft, organisiert und berät sie bei zahlreichen administrativen Arbeiten. Ohne Elli und Hans-Werner Biermann gäbe es bei den Treffen keinen Kaffee und keine gemütliche Atmosphäre (Foto unten von links Karin Manteufel, Elli und Hans-Werner Biermann).

Lotte Buschmann, selbst schon über 80 Jahre, unterstützt das Team. Fachliche Begleitung erhält die Selbsthilfegruppe durch Gerlind Möller-Grube, Logopädin, und Dr. Bernd-Ulrich Seidel, ehemals neurologischer Chefarzt im Klinikum. Zum Fest gratulierten auch langjährige Freunde und Gäste. Dr. Volker Runge, klinscher Linguist, Mitglied des Bundesverbandes für Rehabilitation der Aphasiker e. V., Leiter des Schlaganfall-Büros Wünnenberg und des Regionalzentrums OWL für Aphasiker war eigens zum Fest angereist; Reinhard Ossig vom Landesverband der Aphasiker aus Gütersloh überbrachte herzliche Glückwünsche und ein kleines Geschenk für Ruth Noczinski.

Auch Elke Eisenburger, Leiterin des AWO Stadteilzentrums an der
Kastanienallee, gratulierte zum Festakt. Sie hofft, dass die stetig wachsende Selbsthilfegruppe für Betroffenen und ihren Angehörigen die barrierefreien Räume des Hauses noch lange weiter nutzen können.

 

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