|
Stadtbus
für Gehbehinderte unverzichtbar: VMR-Vertreter zu Besuch in der
Kastanienallee |
Mitglieder
der Selbsthilfegruppe "Die aktiven Rollis" haben in den vergangenen Wochen
den Stadtbus für Fahrten mit einem Rollstuhl getestet. Jetzt hat die
Leiterin der Selbsthilfegruppe, Regina Brandt, Vertreter der
Verkehrsbetriebe Minden-Ravensberg (VMR), Mitglieder der Rolligruppe und
weitere Interessierte zu einem Gespräch ins AWO-Stadtteilzentrum an der
Kastanienallee eingeladen. Als Fachleute kamen Olaf Ortmann,
Fahrdienstleiter und stellvertretender Betriebsleiter, und Stefan Horstmann,
VMR-Verkehrsaufsicht.
Das
Positive vorweg: Alle Stadtbus-Niederflurbusse sind mit entsprechenden
Einstiegsrampen ausgestattet. Gleichwohl haben Rollifahrer immer wieder mit
den unterschiedlichsten Problemen zu kämpfen. Hält der Bus beispielsweise
nicht direkt am Bordstein, entsteht eine kaum überbrückbare Lücke. Somit
wird der Ein- und Ausstieg ohne weitere Hilfe zum riskanten Manöver.
Auch
Senioren aus dem AWO-Stadtteilzentrum - gehbehindert oder auf Gehstock oder
Rollator angewiesen - sprachen Probleme an. „Einmal musste ich bis zur
Endhaltestelle durchfahren, weil ich nicht so schnell hoch und zu meinem
Hackenporsche (Rollator) kam!“, berichtete eine Seniorin. Gerade für
Senioren im Wohngebiet rund um die Kastanienallee sei der Stadtbus die
einzige Möglichkeit in die Stadt, zu Ämtern oder zum Einkaufen zu kommen,
erzählte Elke Eisenburger, Leiterin des AWO-Zentrums. Mobilität und Teilhabe
am gesellschaftlichen Leben sei daher eng mit dem Stadtbus verbunden.
Fahrdienstleiter Olaf Ortmann versprach, durch Informationsschulungen
gemeinsam mit der Rolli-Selbsthilfegruppe, den betroffenen Senioren und dem
Fahrpersonal die Probleme anzugehen. Ab sofort wird gemeinsam an einer
besseren Fahrsituation gearbeitet. Für Mitte Juli ist ein weiterer
gemeinsamer Termin geplant, bei dem es um konkrete Maßnahmen gehen soll.
Foto,
von links: Regina Brandt (SHG Die aktiven Rollis), Irene Lerke und Leni
Christmann (Seniorinnen aus der Kastanienallee, Stefan Horstmann (VMR), Elke
Eisenburger (AWO Stadtteilzentrum) und Olaf Ortmann (VMR)
|