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Senioren-Hausgemeinschaft: Mieterinnen haben sich gut eingelebt |
Inzwischen
ist es richtig gemütlich im schönen Neubau am Mühlenweg in Lenzinghausen. Im
Herbst zogen hier die ersten Mieterinnen ein. Zurzeit wohnen fünf Frauen in
der sogenannten Senioren-Hausgemeinschaft der AWO. Zwei weitere ziehen
Anfang Januar ein.
Gerade sind zwei Seniorinnen in der gemeinschaftlichen
Wohnküche; eine 70-Jährige schneidet Kartoffeln und eine 80-Jährige bereitet
einen grünen Salat zu. „Soweit es geht, beteiligen sich die Mieterinnen am
normalen Tagesablauf, wenn sie es können und wollen“, erzählt
AWO-Pflegedienstleiterin Sabine Tena-Sanchez (Foto oben). Das ist meistens
der Fall. „Wenn ich etwas tun soll, müsst ihr es mir sagen“, meint eine
weitere ältere Frau, die gerade zur Tür hereinkommt. Doch im Moment gibt es
nichts zu helfen, also setzt sie sich in einen Sessel und beginnt zu häkeln.
Auch die vierte Mieterin ist in der Wohnküche, sie spielt ein Brettspiel mit
der Mitarbeiterin Claudia Hirsch (Foto unten), während die fünfte gerade mit
ihrer Tochter einkaufen ist.
Die
Senioren-Hausgemeinschaft ist eine Alternative zwischen eigener Wohnung und
stationärer Betreuung. Jede Seniorin hat ein eigenes Zimmer im
behindertengerechten Obergeschoss des Neubaus gemietet; theoretisch könnten
hier auch Männer einziehen, wie das Beispiel in Löhne zeigt. Dort gibt es
bereits seit mehreren Jahren drei erfolgreiche Senioren-Hausgemeinschaften
der AWO. Allerdings hat sich in Lenzinghausen noch kein männlicher Mieter
gefunden, stattdessen kommt regelmäßig ein 86-jähriger Mann aus der
Nachbarschaft zu Besuch. „Er ist der Hahn im Korbe“, berichtet Tena-Sanchez
schmunzelnd.
Die Mieterinnen stammen alle aus dem Wittekindsland,
vor allem aus den Städten Bünde und Herford. Die AWO organisiert das
Wohnprojekt für ältere Menschen, die ständige Pflege und Betreuung
benötigen. Der Wohlfahrtsverband regelt die Haushaltsführung und
gewährleistet mit seinem mobilen Pflegedienst die individuellen
Pflegeleistungen und persönliche Hilfen. Außerdem bemühen sich sogenannte
Präsenzkräfte um einen abwechslungsreichen Alltag, beispielsweise wird
gemeinsam gesungen und gespielt oder ein Spaziergang durch die Nachbarschaft
gemacht. „Rund um die Uhr, also tagsüber und nachts, ist hier immer
mindestens eine Mitarbeiterin anwesend“, erzählt Tena-Sanchez.
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