Spenge, 23.12.2008

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Senioren-Hausgemeinschaft: Mieterinnen haben sich gut eingelebt

Inzwischen ist es richtig gemütlich im schönen Neubau am Mühlenweg in Lenzinghausen. Im Herbst zogen hier die ersten Mieterinnen ein. Zurzeit wohnen fünf Frauen in der sogenannten Senioren-Hausgemeinschaft der AWO. Zwei weitere ziehen Anfang Januar ein.

Gerade sind zwei Seniorinnen in der gemeinschaftlichen Wohnküche; eine 70-Jährige schneidet Kartoffeln und eine 80-Jährige bereitet einen grünen Salat zu. „Soweit es geht, beteiligen sich die Mieterinnen am normalen Tagesablauf, wenn sie es können und wollen“, erzählt AWO-Pflegedienstleiterin Sabine Tena-Sanchez (Foto oben). Das ist meistens der Fall. „Wenn ich etwas tun soll, müsst ihr es mir sagen“, meint eine weitere ältere Frau, die gerade zur Tür hereinkommt. Doch im Moment gibt es nichts zu helfen, also setzt sie sich in einen Sessel und beginnt zu häkeln. Auch die vierte Mieterin ist in der Wohnküche, sie spielt ein Brettspiel mit der Mitarbeiterin Claudia Hirsch (Foto unten), während die fünfte gerade mit ihrer Tochter einkaufen ist.

Die Senioren-Hausgemeinschaft ist eine Alternative zwischen eigener Wohnung und stationärer Betreuung. Jede Seniorin hat ein eigenes Zimmer im behindertengerechten Obergeschoss des Neubaus gemietet; theoretisch könnten hier auch Männer einziehen, wie das Beispiel in Löhne zeigt. Dort gibt es bereits seit mehreren Jahren drei erfolgreiche Senioren-Hausgemeinschaften der AWO. Allerdings hat sich in Lenzinghausen noch kein männlicher Mieter gefunden, stattdessen kommt regelmäßig ein 86-jähriger Mann aus der Nachbarschaft zu Besuch. „Er ist der Hahn im Korbe“, berichtet Tena-Sanchez schmunzelnd.

Die Mieterinnen stammen alle aus dem Wittekindsland, vor allem aus den Städten Bünde und Herford. Die AWO organisiert das Wohnprojekt für ältere Menschen, die ständige Pflege und Betreuung benötigen. Der Wohlfahrtsverband regelt die Haushaltsführung und gewährleistet mit seinem mobilen Pflegedienst die individuellen Pflegeleistungen und persönliche Hilfen. Außerdem bemühen sich sogenannte Präsenzkräfte um einen abwechslungsreichen Alltag, beispielsweise wird gemeinsam gesungen und gespielt oder ein Spaziergang durch die Nachbarschaft gemacht. „Rund um die Uhr, also tagsüber und nachts, ist hier immer mindestens eine Mitarbeiterin anwesend“, erzählt Tena-Sanchez.

 

Weitere Auskünfte zu dem Wohnprojekt gibt es unter der Telefonnummer (05225) 6003592.

 

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