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Hilfe bei Schlaganfall in der Selbsthilfegruppe: Psychische Probleme bei
Schlaganfall oft zu wenig berücksichtigt |
Bei
einem Schlaganfall stehen zunächst die körperlichen Probleme im
Vordergrund. Doch auch Ängste, Hilflosigkeit und Depressionen gehören zum
Krankheitsbild. Rückzug und Einsamkeit sind die Folgen, unter denen nicht
nur die Betroffenen, sondern ebenso die ganze Familie leidet. Oftmals werden
diese psychischen Folgen der Erkrankung tabuisiert und Betroffene und ihre
Angehörigen bleiben damit allein.
Um dieses Tabu zu brechen hat Privatdozent Dr. Bernd-Ulrich Seidel
(Schirmherr der Selbsthilfegruppe Schlaganfall und ehemaliger Chefarzt der
Neurologie im Herforder Klinikum) seinen Kollegen, den Diplompsychologen Dr.
Rolf Stecker (Leiter der Psychoonkologie im Klinikum) in die
Selbsthilfegruppe eingeladen. Zahlreiche Betroffene, Angehörige und
Interessierte waren zum Treffen ins AWO-Zentrum Kastanienallee gekommen.
Rolf Stecker berichtete aus seiner Praxis und so mancher Zuhörer erkannte
sich mit seinen Probleme und Ängsten deutlich wieder. In einer regen
Diskussion wurden Erfahrungen ausgetauscht, Tipps gegeben und gegenseitig
Mut zugesprochen.
Jeden zweiten Mittwoch im Monat von 10.30 bis 12 Uhr
treffen sich Betroffene und Angehörige im Rahmen der Selbsthilfegruppe
Schlaganfall bei der AWO in der Kastanienallee. Hier können Menschen mit
gleichen Anliegen und Problemen miteinander reden, sich gegenseitig helfen und
von den Erfahrungen der anderen profitieren. Edelgard Titgemeyer organisiert
diese Treffen ehrenamtlich. Sie wird dabei von der Ergotherapeutin Meike
Brugger unterstützt, die durch spielerische Übungen den Betroffenen hilft,
vorhandene Fähigkeiten zu fördern und verloren gegangene Fertigkeiten wieder
aufzubauen.
Die Treffen
der Selbsthilfegruppe sind für alle Betroffene, Angehörige und Interessierte
offen. Neben Informations- und Beratungsangeboten bietet die Gruppe eine
gute Möglichkeit, wieder unter Menschen zu kommen und gemeinsame Aktivitäten
zu planen.
Foto: Dr. Rolf Stecker (li.), Meike
Brugger, Ergotherapeutin (3. v. li.), Edelgard Titgemeyer, Leitung (4. v. li.),
PD Dr. B.-U.Seidel, Schirmherr (3. v. re.), Elke Eisenburger, Leitung AWO
Stadtteilzentrum, (2. v. re.) und Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung
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