Herford, 22.08.2008

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Hilfe bei Schlaganfall in der Selbsthilfegruppe: Psychische Probleme bei Schlaganfall oft zu wenig berücksichtigt

Bei einem Schlaganfall stehen zunächst die körperlichen Probleme im Vordergrund. Doch auch Ängste, Hilflosigkeit und Depressionen gehören zum Krankheitsbild. Rückzug und Einsamkeit sind die Folgen, unter denen nicht nur die Betroffenen, sondern ebenso die ganze Familie leidet. Oftmals werden diese psychischen Folgen der Erkrankung tabuisiert und Betroffene und ihre Angehörigen bleiben damit allein.

Um dieses Tabu zu brechen hat Privatdozent Dr. Bernd-Ulrich Seidel (Schirmherr der Selbsthilfegruppe Schlaganfall und ehemaliger Chefarzt der Neurologie im Herforder Klinikum) seinen Kollegen, den Diplompsychologen Dr. Rolf Stecker (Leiter der Psychoonkologie im Klinikum) in die Selbsthilfegruppe eingeladen. Zahlreiche Betroffene, Angehörige und Interessierte waren zum Treffen ins AWO-Zentrum Kastanienallee gekommen. Rolf Stecker berichtete aus seiner Praxis und so mancher Zuhörer erkannte sich mit seinen Probleme und Ängsten deutlich wieder. In einer regen Diskussion wurden Erfahrungen ausgetauscht, Tipps gegeben und gegenseitig Mut zugesprochen.

Jeden zweiten Mittwoch im Monat von 10.30 bis 12 Uhr treffen sich Betroffene und Angehörige im Rahmen der Selbsthilfegruppe Schlaganfall bei der AWO in der Kastanienallee. Hier können Menschen mit gleichen Anliegen und Problemen miteinander reden, sich gegenseitig helfen und von den Erfahrungen der anderen profitieren. Edelgard Titgemeyer organisiert diese Treffen ehrenamtlich. Sie wird dabei von der Ergotherapeutin Meike Brugger unterstützt, die durch spielerische Übungen den Betroffenen hilft, vorhandene Fähigkeiten zu fördern und verloren gegangene Fertigkeiten wieder aufzubauen.

Die Treffen der Selbsthilfegruppe sind für alle Betroffene, Angehörige und Interessierte offen. Neben Informations- und Beratungsangeboten bietet die Gruppe eine gute Möglichkeit, wieder unter Menschen zu kommen und gemeinsame Aktivitäten zu planen.

Foto:  Dr. Rolf Stecker (li.), Meike Brugger, Ergotherapeutin (3. v. li.), Edelgard Titgemeyer, Leitung (4. v. li.), PD Dr. B.-U.Seidel, Schirmherr (3. v. re.), Elke Eisenburger, Leitung AWO Stadtteilzentrum, (2. v. re.) und Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung

 

Weitere Informationen gibt es im AWO-Zentrum Kastanienallee, Telefon (05221) 82051, bei Edelgard Titgemeyer, Telefon (05221) 690733 oder bei Meike Brugger, Telefon (05221) 529106.

 

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