Kreis Herford, 23.10.2007

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Mobiler Sozialer Dienst seit über 25 Jahren im Kreis Herford aktiv

 

„Der Mobile Soziale Dienst hält Kontakt zur Außenwelt“, erzählt Ulrike Hoffmann vom Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Seit über 25 Jahren helfen Zivildienstleistende beispielsweise Senioren oder Menschen mit Behinderungen. Dieser Mobile Soziale Dienst soll vor allem bei hauswirtschaftlichen Arbeiten und Einkäufen seine „Kunden“ unterstützen. Manchmal seien auch nur Gespräche gefragt oder das Überbrücken des Alleinseins, so Hoffmann.

Zurzeit betreut die AWO mit ihrem Mobilen Sozialen Dienst dreißig Menschen im Kreisgebiet. Drei Zivis sind täglich mit Ausnahme der Wochenenden im Einsatz. Was genau gemacht werden soll, wird jeweils zwischen den „Kunden“ und dem Wohlfahrtsverband im Detail abgesprochen. Nicht immer ist eine Mitarbeit im Haushalt gewünscht. Hoffmann: „Manche ältere Menschen wollen nur hin- und wieder einen Begleitdienst zu Ärzten, Veranstaltungen oder Behörden.“

Außerdem werden oft die Zivis als Begleiter zum Spaziergang gebraucht oder als Hilfe beim Schriftverkehr. Zu den Aufgaben der jungen Helfer gehören auch kleinere Gartenarbeiten. „Unser Ziel ist, dass ältere Leute so lange wie sie möchten, zu Hause wohnen können“, erzählt die AWO-Mitarbeiterin. Die Kosten des Mobilen Sozialen Dienstes müssen privat bezahlt werden. Der Stundensatz ist bei allen Wohlfahrtsverbänden gleich niedrig: 9,70 Euro pro Stunde zuzüglich Anfahrtskosten.

Der Mobile Soziale Dienst springt auch ein, wenn ein Elternteil als Versorger für die Familie ausfällt. Dann organisiert Ulrike Hoffmann eine qualifizierte AWO-Mitarbeiterin, die unter anderem die Wohnungs- und Wäschepflege gewährleistet, einkauft, Mahlzeiten zubereitet und Kinder betreut. Bei Kuren und Erkrankungen kann manchmal der behandelnde Arzt eine hauswirtschaftliche Hilfe verschreiben; die Abrechnung erfolgt über die Krankenkasse oder dem Rentenversicherungsträger.

Foto: Kreisweit ist der Mobile Soziale Dienst der Arbeiterwohlfahrt im Einsatz. Ulrike Hoffmann koordiniert unter anderem die Einsatzpläne der Zivildienstleistenden.

 

Weitere Auskünfte erteilt Ulrike Hoffmann vom AWO-Kreisverband, Telefon (05224) 91234-23.

 

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