Löhne, 25.08.2006

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AWO stellte neues Wohnkonzept für ältere Menschen vor: Senioren- Hausgemeinschaften offiziell eröffnet

Ein neues Wohnkonzept für ältere, pflegebedürftige Menschen hat die AWO an der Ecke Krellstraße/Badeweg in Löhne-Mennighüffen verwirklicht. Beim Tag der Offenen Tür feierten jetzt offizielle Gäste sowie viele Besucher, Mitglieder und AWO-Freunde das Ereignis. 

Foto: Offiziell eröffnet: (von links) Werner Hamel (AWO Löhne), Gustav Roßocha (AWO Löhne), Norbert Wellmann (AWO OWL), Michael Pappert (Architekt), Wilfried Bockhorst (Kreis Herford) und Bürgermeister Kurt Quernheim.

Drei SeniorenHausgemeinschaften und das Modellprojekt Übergangspflege / Fallmanagement wurden neu geschaffen. Die SeniorenHausgemeinschaften (3 Gruppen mit jeweils 9 bzw. 10 Bewohnern), die Übergangspflege (2 Plätze) und die gleichzeitig gebauten zwei neuen Seniorenwohnungen ergänzen das bereits vorhandene Angebot (Tagesstätte, Tagespflege, Seniorenwohnungen). Nebeneffekt ist, dass der vorhandene Altbau barrierefrei umgebaut wurde. Rund 2 Mio. € haben der Stadtverband Löhne, der Kreisverband Herford und der Bezirksverband Ostwestfalen-Lippe der AWO investiert.

Der Löhner Bürgermeister Kurt Quernheim und der AWO-Bezirks- und Kreisvorsitzende Norbert Wellmann werden heute die offizielle Eröffnung der Einrichtungen vornehmen. Die mehr als zweijährige Arbeit der gGmbH-Geschäftsführer Klaus Dannhaus und Günter Busse, der Initiatoren des Projektes, Gustav Roßocha und Werner Hamel vom AWO-Stadtverband Löhne, und des Architekturbüros Pappert & Weichynik (Bielefeld) sowie der beteiligten Firmen ist damit zu einem guten Abschluss gekommen. Im Rahmen des anschließenden Tages der Offenen Tür können sich alle Löhner Bürgerinnen und Bürger bei Kaffee und Kuchen, Musik und Unterhaltung über das neue Angebot informieren.

Kurt Quernheim (rechts) und Norbert Wellmann.

SeniorenHausgemeinschaften sind für ältere, pflegebedürftige Menschen eine Alternative zur Versorgung zu Hause und zur stationären Pflege. Sie sind Mieter eines eigenen Appartements, leben und wirtschaften aber als Gruppe zusammen. Individualität und Gemeinschaft können - je nach Bedarf - gelebt werden. Die Leben-Wohnen-Begegnen gGmbH, eine Tochter der AWO Ostwestfalen-Lippe e.V., bietet rund um die Uhr Service- und Pflegeleistungen in den Gruppen an. Die für jede SeniorenHausgemeinschaft eingestellten Hauswirtschafterinnen kümmern sich um Reinigung, Wäsche und Verpflegung der BewohnerInnen. Angehörige, Freunde und freiwillige Unterstützer sind jederzeit willkommen. Der Alltag wird von allen gemeinsam bestimmt.

Modellcharakter hat die Einrichtung der Übergangspflege im neuen Seniorenzentrum. Die vorhandenen zwei Plätze verhindern z.B. nach einem Krankenhausaufenthalt eine unnötige und häufig nicht gewollte Heimunterbringung. Durch die Anbindung an die Hausgemeinschaften und die Rund-um-die-Uhr-Versorgung können die spezifischen Bedürfnisse der Gäste jederzeit abgedeckt werden. Gleichzeitig bleibt Zeit, die spätere häusliche Pflege vorzubereiten. Auch personell wird die Übergangspflege gefördert. Zunächst steht für zwei Jahre eine halbe Fachkraftstelle zur Verfügung, um im Rahmen eines Fallmanagements die Gäste der Übergangspflege zu unterstützen. Die Sozialpädagogin für das Fallmanagement soll die örtlichen Strukturen aufgreifen und die Zusammenarbeit von Kommune, Seniorenrat, Pflegeeinrichtungen und anderen Anbietern im Gesundheitswesen weiterentwickeln.

Foto: Viele Besucher beim Tag der offenen Tür; außerdem gab es zur Feier des Tages manche Geschenke.

Finanziert wurden die Maßnahmen zu einem großen Teil durch Darlehen, durch Eigenmittel der AWO sowie die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW. So fördert die Stiftung das Modellvorhaben Übergangspflege, die Schaffung der Barrierefreiheit und die Gemeinschaftsflächen der Hausgemeinschaften mit rund 500.000 Euro.

Bei Kaffee, Kuchen und Schlagern der 50er und 60er Jahre mit den Klostermusikanten aus Schleswig-Holstein waren alle Löhner Bürger beim Tag der offenen Tür eingeladen, die SeniorenHausgemeinschaften der AWO kennen zu lernen. 

Gemeinsam mit der Tagespflege, der Tagesstätte, den Seniorenwohnungen und dem ebenfalls neuen Modellprojekt Übergangspflege/Fallmanagement stehen den älteren Menschen und ihren Angehörigen damit vielfältige Unterstützungsangebote in ihrer Nähe zur Verfügung. 

 

 

 

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