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AWO stellte neues Wohnkonzept für ältere Menschen vor: Senioren-
Hausgemeinschaften offiziell eröffnet
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Ein neues Wohnkonzept für ältere,
pflegebedürftige Menschen hat die AWO an der Ecke Krellstraße/Badeweg in Löhne-Mennighüffen
verwirklicht. Beim Tag der Offenen Tür feierten jetzt offizielle Gäste
sowie viele Besucher, Mitglieder und AWO-Freunde das Ereignis.
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Foto: Offiziell eröffnet: (von links) Werner
Hamel (AWO Löhne),
Gustav Roßocha (AWO Löhne), Norbert Wellmann (AWO OWL), Michael Pappert
(Architekt), Wilfried Bockhorst (Kreis Herford) und Bürgermeister Kurt Quernheim.
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Drei
SeniorenHausgemeinschaften und das Modellprojekt Übergangspflege /
Fallmanagement wurden neu geschaffen. Die SeniorenHausgemeinschaften (3 Gruppen
mit jeweils 9 bzw. 10 Bewohnern), die Übergangspflege (2 Plätze) und die
gleichzeitig gebauten zwei neuen Seniorenwohnungen ergänzen das bereits
vorhandene Angebot (Tagesstätte, Tagespflege, Seniorenwohnungen). Nebeneffekt
ist, dass der vorhandene Altbau barrierefrei umgebaut wurde. Rund 2 Mio. €
haben der Stadtverband Löhne, der Kreisverband Herford und der Bezirksverband
Ostwestfalen-Lippe der AWO investiert.
Der Löhner Bürgermeister Kurt Quernheim und der
AWO-Bezirks- und Kreisvorsitzende Norbert Wellmann werden heute die offizielle
Eröffnung der Einrichtungen vornehmen. Die mehr als zweijährige Arbeit der
gGmbH-Geschäftsführer Klaus Dannhaus und Günter Busse, der Initiatoren des
Projektes, Gustav Roßocha und Werner Hamel vom AWO-Stadtverband Löhne, und
des Architekturbüros Pappert & Weichynik (Bielefeld) sowie der beteiligten
Firmen ist damit zu einem guten Abschluss gekommen. Im Rahmen des
anschließenden Tages der Offenen Tür können sich alle Löhner Bürgerinnen
und Bürger bei Kaffee und Kuchen, Musik und Unterhaltung über das neue
Angebot informieren.
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Kurt Quernheim (rechts)
und Norbert Wellmann. |
SeniorenHausgemeinschaften
sind für ältere, pflegebedürftige Menschen eine Alternative zur Versorgung
zu Hause und zur stationären Pflege. Sie sind Mieter eines eigenen
Appartements, leben und wirtschaften aber als Gruppe zusammen. Individualität
und Gemeinschaft können - je nach Bedarf - gelebt werden. Die
Leben-Wohnen-Begegnen gGmbH, eine Tochter der AWO Ostwestfalen-Lippe e.V.,
bietet rund um die Uhr Service- und Pflegeleistungen in den Gruppen an. Die
für jede SeniorenHausgemeinschaft eingestellten Hauswirtschafterinnen kümmern
sich um Reinigung, Wäsche und Verpflegung der BewohnerInnen. Angehörige,
Freunde und freiwillige Unterstützer sind jederzeit willkommen. Der Alltag
wird von allen gemeinsam bestimmt.
Modellcharakter hat die Einrichtung der Übergangspflege
im neuen Seniorenzentrum. Die vorhandenen zwei Plätze verhindern z.B. nach
einem Krankenhausaufenthalt eine unnötige und häufig nicht gewollte
Heimunterbringung. Durch die Anbindung an die Hausgemeinschaften und die
Rund-um-die-Uhr-Versorgung können die spezifischen Bedürfnisse der Gäste
jederzeit abgedeckt werden. Gleichzeitig bleibt Zeit, die spätere häusliche
Pflege vorzubereiten. Auch personell wird die Übergangspflege gefördert. Zunächst
steht für zwei Jahre eine halbe Fachkraftstelle zur Verfügung, um im Rahmen
eines Fallmanagements die Gäste der Übergangspflege zu unterstützen. Die
Sozialpädagogin für das Fallmanagement soll die örtlichen Strukturen
aufgreifen und die Zusammenarbeit von Kommune, Seniorenrat, Pflegeeinrichtungen
und anderen Anbietern im Gesundheitswesen weiterentwickeln.
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Foto: Viele Besucher beim Tag der offenen
Tür; außerdem gab es zur Feier des Tages manche Geschenke.
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Finanziert
wurden die Maßnahmen zu einem großen Teil durch Darlehen, durch Eigenmittel
der AWO sowie die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW. So fördert die Stiftung das
Modellvorhaben Übergangspflege, die Schaffung der Barrierefreiheit und die
Gemeinschaftsflächen der Hausgemeinschaften mit rund 500.000 Euro.
Bei Kaffee, Kuchen und Schlagern der 50er und 60er Jahre
mit den Klostermusikanten aus Schleswig-Holstein waren alle Löhner Bürger
beim Tag der offenen Tür eingeladen, die SeniorenHausgemeinschaften der AWO
kennen zu lernen.
Gemeinsam mit der Tagespflege, der Tagesstätte, den
Seniorenwohnungen und dem ebenfalls neuen Modellprojekt Übergangspflege/Fallmanagement
stehen den älteren Menschen und ihren Angehörigen damit vielfältige Unterstützungsangebote
in ihrer Nähe zur Verfügung.
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