Löhne, 16.06.2006

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Modellprojekt: Übergangspflege in Löhne

Nicht jeder pflegebedürftige Mensch gehört bei einer gesundheitlichen Verschlechterung sofort in ein Krankenhaus oder Heim. 

Trotzdem kommt es wegen mangelnder Alternativen vorschnell zu solchen Aufnahmen – oft gegen den ausdrücklichen Willen des Betroffenen. Häufig führt das zu enormen persönlichen Konflikten und Krisen. Außerdem leiden die Finanzen des Gesundheitssystems unter den teuren Fehlbelegungen. 

Andreas Zels (AWO-Bezirk), Silke Penno (Sozialarbeiterin) und Günter Busse (AWO-Kreisverband) stellten jetzt für Löhne und Umgebung ein neues Modellprojekt vor: Die Übergangspflege. Durch die Anbindung an eine Hausgemeinschaft und das 24-Stunden Versorgungskonzept kann jederzeit auf die besonderen Bedürfnisse (Pflegeleistungen, Ängste, Krisen, etc.) der Übergangsgäste eingegangen werden. 

Das Angebot verschafft Zeit, um die häusliche Unterstützung zu entwickeln, zu stärken und zu sichern. In dieser Zeit können zum Beispiel Angehörige die Leistungen einer ambulanten Versorgung oder in Abstimmung mit dem Betroffenen eine andere Versorgungs- und Betreuungsform organisieren.

Silke Penno koordiniert die Übergangspflege. Die AWO möchte mit den Akteuren des Gesundheitssystems (z.B. Pflegedienste, Ärzte, Kliniken) zusammenarbeiten und sie von der Leistungsfähigkeit der Übergangspflege überzeugen. Die Stiftung Wohlfahrtspflege des Landes NRW fördert das Modellprojekt für zwei Jahre.

Foto, von links: Andreas Zels (Abteilungsleiter Altenhilfe AWO-Bezirk Ostwestfalen-Lippe), Silke Penno (Sozialarbeiterin) und Günter Busse (AWO-Kreisgeschäftsführer).

 

 

 

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