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Deniz
Polat fühlte sich an ihre Kindheit erinnert. Damals besuchte die heute 22-Jährige
den Internationalen Kinderhort der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Jetzt, knapp zehn
Jahre später, schaute sie wieder im Hort vorbei. Bei ihrer Stippvisite gab es
einiges zu erzählen.
Vieles hat sich im Hort verändert, seitdem Deniz Polat
ihn besuchte: Beispielsweise sind die Wände farbig gestrichen und neue Bilder
hängen in den Rahmen; außerdem sehen die Bastel- und Spielecken ganz anders
aus. Doch nicht alles ist neu. Damals wie heute arbeitet unter anderem Holger
Plaszczyk in der Einrichtung. „Sich nach so langer Zeit wieder zu sehen, ist
toll“, sagte der AWO-Mitarbeiter. „Ich finde es spannend, was aus den
Kindern von damals geworden ist.“
Deniz Polat besuchte mit ihren Schwestern die
AWO-Einrichtung. „Das war hier eine schöne Zeit, wir haben viel mit den
anderen Kindern unternommen“, erinnerte sie sich. Die Betreuung verbesserte
auch die Schulnoten. Das türkische Mädchen bestand ihren Realschulabschluss
und schloss eine Lehre als Restaurantfachfrau ab. Heute arbeitet die junge Frau
in einem Herforder Gastronomiebetrieb.
Seit zehn Jahren betreibt die AWO den Internationalen
Kinderhort an der Schillerstraße. Die Einrichtung ist ganzjährig wochentags
von morgens bis zum späten Nachmittag geöffnet. Der pädagogische Schwerpunkt
liegt in der Sprachförderung und Integration von Einwanderern. Die Mitarbeiter
unterstützen die Schüler unter anderem bei den Hausaufgaben und organisieren
gemeinsame Freizeitaktivitäten von deutschen und ausländischen Kindern. Spätestens
nach den Sommerferien sind wieder ein paar Plätze frei und neue Schüler können
in den Hort aufgenommen werden.
Foto: Holger Plaszczyk und Deniz Polat frischen
Erinnerungen beim Betrachten alter Bilder auf.
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