Löhne, 23.11.2005

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Alternative zum Altenheim: Senioren- Hausgemeinschaften der AWO

 „Auch für uns ist das Neuland“, sagte Andreas Zels von der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Im kommenden März eröffnet die AWO in Löhne-Mennighüffen drei so genannte SeniorenHausgemeinschaften. Sie seien eine Alternative zur stationären Pflegeeinrichtung. In jeder Gemeinschaft können neun bis zehn Bewohner leben. Die AWO stellte jetzt Einzelheiten vor. Über 40 Senioren und Angehörige kamen zu dem Info-Abend.

„SeniorenHausgemeinschaften sind ein neues Wohn- und Betreuungsangebot“, erklärte AWO-Kreisgeschäftsführer Günter Busse (Foto, links). Jeder Bewohner habe ein eigenes Zimmer mit Bad. Die Wohnküche und weitere Räume nutze die bis zu zehnköpfige Gruppe gemeinsam. Hilfen erfahren die Bewohner durch Hauswirtschafterinnen und dem mobilen Pflegedienst Leben-Wohnen-Begegnen.

Die AWO entwickelte das Angebot für ältere Menschen, die ständige Pflege und Betreuung benötigen. Andreas Zels kennt deren Probleme. „Der Aufwand für die Pflege nimmt stark zu“, so der Abteilungsleiter Altenhilfe der AWO Ostwestfalen-Lippe. „Das kann Betroffenen und Angehörigen sehr schnell über den Kopf wachsen.“ Nach seiner Erfahrung, wollen die meisten Menschen nicht in eine stationäre Pflegeeinrichtung. Mit der SeniorenHausgemeinschaft gäbe es jetzt eine Alternative.

„Wir bieten die Möglichkeit, je nach Wunsch und Bedarf individuell zu leben und dennoch gemeinschaftlich betreut zu werden“, erklärte Zels. Die AWO organisiert in Zusammenarbeit mit dem mobilen Pflegedienst die Haushaltsführung, eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung sowie persönliche Hilfen und Pflegeleistungen. Die Wohn- und Betreuungskosten seien geringer als in einer stationären Pflegeeinrichtung. 

Ob man dort immer bleiben könne oder später doch noch ins Pflegeheim wechseln müsse, fragte ein älterer Zuhörer nach. Zels erklärte, dass die Bewohner Mieter seien. Wenn sie nicht die Wohnung kündigen oder andere Mieter stören, könnten sie jederzeit bleiben. Der Pflegedienst sei in der Lage auch eine sehr intensive Pflege zu gewährleisten.

Die SeniorenHausgemeinschaften können ab März 2006 bezogen werden. Dann ist der Neubau an der Krellstraße fertig. Er liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zur AWO-Begegnungsstätte, der Tagespflege und den bereits bestehenden Seniorenwohnungen. Vor dem Einzug gibt es eine intensive Beratung der Senioren und deren Angehörigen. „Die Mieter der jeweiligen SeniorenHausgemeinschaft müssen zueinander passen“, so die AWO.

 

 

 

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