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„Auch für uns ist das Neuland“, sagte Andreas
Zels von der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Im kommenden März eröffnet die AWO in Löhne-Mennighüffen
drei so genannte SeniorenHausgemeinschaften. Sie seien eine Alternative zur
stationären Pflegeeinrichtung. In jeder Gemeinschaft können neun bis zehn
Bewohner leben. Die AWO stellte jetzt Einzelheiten vor. Über 40 Senioren und
Angehörige kamen zu dem Info-Abend.
„SeniorenHausgemeinschaften
sind ein neues Wohn- und Betreuungsangebot“, erklärte AWO-Kreisgeschäftsführer
Günter Busse (Foto, links). Jeder Bewohner habe ein eigenes Zimmer mit Bad.
Die Wohnküche und weitere Räume nutze die bis zu zehnköpfige Gruppe
gemeinsam. Hilfen erfahren die Bewohner durch Hauswirtschafterinnen und dem
mobilen Pflegedienst Leben-Wohnen-Begegnen.
Die AWO entwickelte das Angebot für ältere Menschen, die
ständige Pflege und Betreuung benötigen. Andreas Zels kennt deren Probleme.
„Der Aufwand für die Pflege nimmt stark zu“, so der Abteilungsleiter
Altenhilfe der AWO Ostwestfalen-Lippe. „Das kann Betroffenen und Angehörigen
sehr schnell über den Kopf wachsen.“ Nach seiner Erfahrung, wollen die
meisten Menschen nicht in eine stationäre Pflegeeinrichtung. Mit der
SeniorenHausgemeinschaft gäbe es jetzt eine Alternative.
„Wir bieten die Möglichkeit, je nach Wunsch und Bedarf
individuell zu leben und dennoch gemeinschaftlich betreut zu werden“, erklärte
Zels. Die AWO organisiert in Zusammenarbeit mit dem mobilen Pflegedienst die
Haushaltsführung, eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung sowie persönliche Hilfen und
Pflegeleistungen. Die Wohn- und Betreuungskosten seien geringer als in einer
stationären Pflegeeinrichtung.
Ob man dort immer bleiben könne oder später doch noch
ins Pflegeheim wechseln müsse, fragte ein älterer Zuhörer nach. Zels erklärte,
dass die Bewohner Mieter seien. Wenn sie nicht die Wohnung kündigen oder
andere Mieter stören, könnten sie jederzeit bleiben. Der Pflegedienst sei in
der Lage auch eine sehr intensive Pflege zu gewährleisten.
Die SeniorenHausgemeinschaften können ab März 2006
bezogen werden. Dann ist der Neubau an der Krellstraße fertig. Er liegt in
unmittelbarer Nachbarschaft zur AWO-Begegnungsstätte, der Tagespflege und den
bereits bestehenden Seniorenwohnungen. Vor dem Einzug gibt es eine intensive
Beratung der Senioren und deren Angehörigen. „Die Mieter der jeweiligen
SeniorenHausgemeinschaft müssen zueinander passen“, so die AWO. |